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Günstiges Klima
Das Klima ist beeinflusst von der Oberrheinischen
Tiefebene, welche via Burgundische Pforte eine Verbindung
zum Mittelmeerraum hat. Die Folge ist eine Erwärmung,
welche im Frühjahr am deutlichsten sichtbar ist, wenn
die Kirschbäume in den Lagen nahe an der Birs und am
Rhein sehr früh aufblühen. Die Rebe als wärme
liebende Pflanze profitiert von dieser Klimagunst. Dazu kommt,
dass das ganze Gebiet an der Nordabdachung des Juras im Herbst
viel weniger Nebel kennt als das schweizerische Mittelland.
Diese Sonnenstunden helfen beim Ausreifen der Trauben, bergen
aber die Gefahr von frühen Nachtfrösten, welche
die Blätter schädigen können.
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Für die einzelnen Rebberge gilt die
Regel: je tiefer, desto wärmer. Die Reblagen unter 400
m ü. M., z.B. in Riehen, Muttenz, Arlesheim und Aesch,
herbsten darum zuerst, weil sie die Reife als Erste erreichen.
Die Lagen über 400 Meter folgen acht bis zehn Tage später.
Das heisst für den Winzer, dass er sich zehn Tage länger
um den Ertrag des Jahres sorgen muss. Ueber 500 Meter ist
nur noch in wenigen Ausnahmelagen ein qualitativ lohnender
Weinbau möglich, z.B. in Oberdorf, wo die 600-Meter-Höhenkurve
durch den Rebberg geht.

Böden überwiegend geizig
Nach Süden orientierte Hänge im
Tafel- und Faltenjura unter 500 m ü. M. bilden die Nische,
in der die grosse Mehrheit der Baselbieter Reben gedeiht.
Der Boden hat sich im Laufe der Jahrtausende aus den stark kalkhaltigen Ablagerungen des urzeitlichen Jurameeres gebildet. Ausgeprägt in tausend Varianten ist er mit den Pflanzen eher geizig, steinig, trocknet im Sommer rasch aus, hat einen hohen Anteil an Ton und Kalk.
Ein Sonderfall sind die Rebberge von Biel-Benken, Oberwil, Ettingen und Bottmingen. Das Gebiet links der Birs gehört geologisch zum Sundgau. In diesen Böden findet man kaum Steine, denn sie sind aus Staub gewachsen, der während der Eiszeiten durch den Wind herbeigeweht und abgelagert wurde. Diese Böden sind fruchtbar.
Sie erlauben den Reben, ihre Wurzeln in tiefe Schichten zu
senken, wo auch in einem trockenen Sommer noch Wasser zu finden
ist.
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